Sonntag, 28. Juni 2015

Wir feiern Mittsommernachtsfest!

LIGO, die Magie der Sonnenwende

Die Sonnenwende ist für die Letten die wichtigste Zeit im Jahr. An Ligo ist Lettland im freudigen Ausnahmezustand. Eine unerschöpfliche Kraft geht von diesem Fest aus, denn es ist Ausdruck einer jahrhundertelangen Tradition. Līgo-Liedern, die nur am Sonnenwendfeuer gesungen werden, Männer, die Janis heißen, tragen Kränze aus Eichenlaub, Verliebte suchen in der Janisnacht die Farnblüte, es wird gesungen, gelacht und getanzt, nur eines gewiss nicht - geschlafen. 




Iluta Käfer kommt aus Lettland und die Tradition des Mittsommernachtsfests wird bei ihnen auch Ligo oder Janis-Tag genannt. Dies hat sie mit nach Deutschland gebracht. Schon seit Jahren lässt sie uns teilhaben, an dieser wunderbaren Tradition.


Begonnen wird dieser mystische Festtag mit Blumenkränzen, Musik, Tanz, Gesang, traditionellem lettischen Essen und großem Feuer!



Der Janis-Tag wird vom 23. auf den 24. Juni mit einen großen Feuer-Ritual gefeiert.




















Gräser an Stäben gebunden säumten den Festort!



An Ligo, dem längsten Tag im Jahr, glauben die Letten das die Pflanzen, Blumen und Gräser ihre größten Kräfte besitzen, darum tragen die Frauen Kränze aus Blumen und Gräser und die Männer Eichenkränze den ganzen Tag auf dem Kopf. 


Die kraftvolle, positive Energie der Pflanzen sollen sich an diesem Tag auf die Menschen übertragen.



Das besondere an den Kränzen ist auch das man diese bis zum nächsten Jahr aufbewahrt. 



Am besten im Eingangsbereich, denn dort wird alles Schlechte und Negative was man nach Hause bringt von den Kränzen aufgefangen. 


Mit so einem hübschen Blumenkranz auf dem Kopf darf ein Selfie nicht fehlen Tradition trifft auf Moderne.
Am Janis-Tag werden diese dann bei einen feierlichen Ritual mit Brot, Wasser und Salz ins Janis-Feuer geworfen.


Die Kränze  vom Vorjahr werden im Johannisfeuer verbrannt

Mit Brot, Wasser und Salz wird das Feuer gesegnet.
Für die passende Musik zum Fest sorgte eine 30-köpfige Folkloregruppe aus Saldus/Lettland. 


Folkloregruppe aus Saldus/Lettland

Mit Musikern und Tänzern haben sie uns in die musikalische Welt des Johannisfests eintauchen lassen und die Līgo-Lieder vorgetragen die nur am Sonnenwendfeuer gesungen werden. 









Mit gemeinsamen Tänzen war man dann endgültig in der lettischen Welt des Mittsommers.




Viele der Gäste, ob groß oder klein, kamen in Tracht! 




Mit Blumenkränzen, der traditionellen Musik, schmackhaftem Essen, wunderbaren Gastgebern, der fröhlichen Folkloregruppe, dem Ritual am Feuer haben wir gefeiert bis in die Nacht hinein. 



Zur Krönung gab es noch einen einzigartigen Sonnenuntergang!


Es war ein wunderbares Fest, mit viel Liebe und einem besonderem Zauber!

Danke Iluta für einen wunderschönen, traditionellen, verzauberten Abend! :)



Meine Familie
Seit alle herzlich gedrückt!
                                 
                                         Maria del Carmen



Danke Iluta Käfer von Flieg kleiner Käfer für ein tolles Fest!






Sonntag, 21. Juni 2015

Mittsommernachts Blumenkränze binden

Iluta Käfer
"Herzlich Willkommen", mit diesem Schild hat Iluta Käfer ihre Gäste zum Mittsommernachts Blumenkränze binden begrüßt.  Ich habe mich schon Tage zuvor darauf gefreut! Jedes Jahr, lässt uns Iluta in diese wunderbare Welt des Mittsommernachts oder auch Johannisfest genannt eintauchen. Bevor wir nächste Woche dieses Fest gemeinsam mit ihr feieren (darüber werde ich einen Blogpost verfassen) ist es aber wichtig die Kunst des Kranzbinden zu lernen.



Der Kranz ist ein wichtiges Symbol zum Johannisfest. Die Tradition sagt, den Kranz den man in der der Mittsommernacht (der
längste Tag im Jahr) trägt sollte man anschließen im Eingangsbereich seiner Wohnung oder seines Hauses hängen. Dieser würde alles Negative das man mit nach Hause bringt einfangen. Wenn man sich dann im Jahr darauf einen neuen Kranz bindet wird der alte Kranz den man das ganze Jahr im Eingangsbereich hängen hatte beim großen Johannisfeuer in der Mittsommernacht verbrannt und somit alles Negative da sich das ganze Jahr angesammelt hat.Ich finde das eine schöne Tradition und seit drei Jahr hängen auch bei uns im Eingang vier Kränze und ich fühle mich dadurch irgendwie beschützt.



Iluta meinte traditionell benutzt man nur Wiesenblumen und Gräser für den Kranz. Mann sollte sie früh am morgen pflücken und die Blumen die an diesem Tag blühen bestimmen den Kranz.




Während die Frauen Kränze mit Wiesenblumen tragen, besteht der Kranz für die Männer nur aus Eichenblätter.


DIY Blumenkranz

Dazu braucht Ihr: 
eine Schnur 
eine Schere 
oder 
eine Draht 
eine Drahtschere
Wiesenblumen
Gräser


Ihr beginnt in dem Ihr eine Schnur an eurem Kopf abmesst.
Das ist die Größe eures Kranz.

Blumen und Gräser jeweils gut zu einzelnen kleinen Sträußchen zusammenfassen und dann fest mit einer zweiten Schnur oder einen Draht um die abgemessene Schnur binden. 




Lege die einzelnen Sträußchen dachziegelartig aufeinander: Die Blüten und Gräser verdecken jeweils die Stiele der vorher am Kranz angebrachten Sträußchen. Die Schnur oder den Den Draht immer schön festziehen, damit das Gesteck nicht auseinanderrutschen kann.


Die letzten Zweige verstecken. Schiebe die Stiele unter die Blüten, Blätter und Gräser des Kranzes so erhaltet man einen schönen, unsichtbaren Abschluss und einen rundum gelungenen Kranz.


Ein Workshop mit viel Tradition
Es war ein toller Workshop bei Iluta, wir nehmen nicht nur unsere wunderschönen Kränze mit nach Hause sondern auch ganz viel Hintergrund Wissen über das Mittsommernachstfest oder auch Johannisfest genannt. Auserdem hatten wir alle viel Spaß! Mädels es war toll mit Euch!















Vielen Dank Iluta für den tollen Abend, ich freue mich schon sehr auf dein lettisches Johannisfest nächste Woche!

Maria del Carmen und Iluta Käfer


Nächste Woche geht es dann weiter mit meinem Mittsommernachtspost! 
Feiert ihr auch das Mittsommernachtsfest?

Seid lieb Grüßt
                                        Maria del Carmen



Mehr über Iluta Käfer auf: Flieg kleiner Käfer








Freitag, 12. Juni 2015

Eine Reise in die Vergangenheit und Zukunft!

Heute wird es ein spontaner Blogpost aus meinem Urlaub in Spanien. Dies ist kein gewöhnlicher Urlaub für mich, ich begebe mich auf die Spuren meiner spanischen Familie. 18 Jahre lang habe ich Onkel, Tante, Cousinen nicht mehr gesehen.  Es ist aber auch eine Reise in meine Kindheit. Jede Sommerferien haben wir im kleinen Ort Moncada gleich bei Valencia verbracht. Dort angekommen habe ich mich wie zu hause gefühlt.



Diese Fotos zeigen euch das überaus charmante Städtchen Massarochas/ Moncada. Kleine Häuser in den herrlichsten Sommerfarben prägen das Bild des kleinen Dorfes.
Einige Häuser wirken zwar etwas heruntergekommen und stehen vermutlich schon jahrelang leer, dennoch strahlen sie etwas besonderen aus. Was meint ihr?


Das alte Valencia




Etwas 15 Minuten von Moncada liegt Valencia eine Stadt mit vielen Gesichtern. Hier könnt ihr die Altstadt von Valencia sehen mit den Torres de Serranos , Basilica de la Virgen de los Desamparados und dem Mercado Central. Natürlich haben wir auch ein Paella gegessen das Nationalgericht der Valencianer.

Mercado Central





Jugendstil pur ist der Mercado Central. Den Zentralmarkt von Valencia in wenigen Worten zu umschrieben zu wollen, ist fast unmöglich. Der Mercado Central ist ein historisches Gebäude, ein lebendiger, quirliger Markt ein Drunter und Drüber an Farben und Gerüchen, Menschen, Stimmen und Produkten.

Futur-City


Im Gegensatz zum alten Spanien präsentiert sich Valencia aber auch mit zukunftsartigen Gebäuden. Ciudad de las Artes y las Ciencias. Seit der Eröffnung ist die Stadt der Künste und der Wissenschaft zum neuen Wahrzeichen Valencias geworden. Die weitläufigen Gebäude und der Freizeit-komplex wurden von Stararchitekten Santiago Caltrava geschaffen. In dieser Futur-City konnte man sogar Kanu fahren, was meine Töchter besonders cool fanden und das beim Sonnenuntergang.

Porto Saplaya


Eine wunderschöne kleine Hafenstadt wie im Bilderbuch. Auch hier wieder die herrlichsten Sommerfarben an den Häusern. Wir haben den ganzen Tag dort verbracht, auch einen Strand zum baden und kleine Tapas-Bars sind dort zu finden. Meine Kinder sagten:" hier sieht es ja aus wie im Europapark Rust!" "Das müsst ihr umgekehrt sehen der Europapark hat sich hier seinen Kulissen für den Park abgeschaut!"

Herrlicher Malvarrosa-Strand


Nach dem Feiern mit der Familie und Valencia in seinen Vielfalt zu entdecken haben wir uns auch immer wieder eine Auszeit am schönen Strand genommen. Der Sandstrand von Valencia ist nur zu empfehlen, feiner Sand und beste Wasserqualität.



Es waren wunderschöne Tage, in denen wir viel gesehen, erlebt, entdeckt und jede Menge Spaß hatten. Außer meiner spanischen Familie, dem tollen Wetter werde ich das Essen vermissen. Ich habe abends immer so viel gegessen, dass ich mich anschließend kaum noch bewegen konnte.  Zugenommen habe ich auch, aber das war mir das köstliche Essen wert. 

Ich bin in die Vergangenheit meiner Kindheit und in die Zukunft von Valencia gereist. Es war ein ein besonderes Erlebnis!

Valencia zu besuchen kann ich Euch nur Empfehlen eine tolle Stadt!
sonnige Grüße

Maria del Carmen